Das Kurfürstliche Schloss

Über das Schloss

Wer sich Mainz von der Theodor-Heuss-Brücke her nähert, kann sich der monumentalen Ausstrahlung des Kurfürstlichen Schlosses nicht entziehen. Mit seinen 75 Metern Länge und seiner Renaissance-Fassade bietet es eine eindrucksvolle Begrüßung und erinnert an den Glanzpunkt der Mainzer Geschichte: der Blütezeit der rheinland-pfälzischen Hauptstadt als kurfürstliche Residenz. Das Schloss, dessen wechselvolle Geschichte bereits im 16 Jahrhundert beginnt, hat aber auch einige Leidenszeiten hinter sich: 1792 wurde der letzte Mainzer Kurfürst Friedrich Carl von Erthal aus Mainz vertrieben. Das Schloss wurde geplündert und von dem einst prunkvollen Innenleben blieb so gut wie nichts mehr übrig. Nach Auflösung des Kurstaates diente das Schloss als Kaserne, Lazarett und Magazin. 1804 bestimmte ein Dekret Napoleons das Kurfürstliche Schloss zum Transitlager. Später wurde hier auch der berüchtigte Räuberhauptmann Schinderhannes mit seiner Bande zum Tode verurteilt. 1827 ging das Kurfürstliche Schloß in den Besitz der Stadt Mainz über und wurde aus Mitteln des Reiches, des Landes Hessen und der Stadt Mainz restauriert.

 

Von der Kurfürstenresidenz zum Veranstaltungsort
Wie so viele andere Gebäude in Mainz überstand auch das Schloss den schicksalhaften Bombenangriff von 1945 nicht unbeschadet. Die gesamte Inneneinrichtung mit den wertvollen Deckengemälden und Stuckdecken wurde komplett zerstört. Nur die Außenmauern blieben erhalten.
1949 erfolgte der Wiederaufbau als Veranstaltungsstätte durch die Stadt Mainz. Die Außenmauern des Gebäudes konnten gerettet werden, im Inneren verlor es jedoch an baulicher und glanzvoller Substanz.
Seit am 31.12.1949 der Silvesterball des Mainzer Carneval Vereins e.V. in den Räumlichkeiten des Schlosses stattfand, dient es als Veranstaltungsort. Hier kann man Tagen, Feiern und Heiraten. Im Ostflügel des Kurfürstliche Schlosses befindet sich das Römisch-Germanische Zeintralmuseum und im Nordflügel der so genannte „Akademiesaal“ aus dem jährlich am Freitag vor Rosenmontag die traditionelle Gemeinschaftssitzung "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" übertragen wird. Im Sommer kann man es sich im schönen Schlossgarten gemütlich machen – einem Biergarten mit Hängematten und einer Spielecke für Kinder.


Historie

1627 wurde mit dem Bau des östlichen Flügels längs des Rheins unter Kurfürst Georg Friedrich von Greiffenklau als erzbischöfliche Residenz im Renaissancestil begonnen. Nach Greiffenklaus Tod wurde das begonnene Werk von Anselm Casimir von Wambold fortgesetzt. Als Baumeister ist ein Kapuzinerpater Matthias von Saarburg ermittelt.

1678 wurde der östliche Flügel unter Kurfürst Damian Hartard von der Leyen vollendet.

1687 begann man mit dem Bau des anschließenden Nord-Ost-Flügels (heutige Veranstaltungsräume) unter Erzbischof Anselm von Ingelheim und vollendete die Arbeit 1752 unter Kurfürst von Ostein.

1792 Vertreibung des letzten Mainzer Kurfürsten Friedrich Carl von Erthal. Nun folgte eine fast 50jährige Leidenszeit des Kurfürstlichen Schlosses. Vom prächtigen und prunkvollen Innenausbau blieb durch Plünderung nichts mehr an Ort und Stelle. Er verschwand, wurde verschleppt, verschleudert, versteigert und vernichtet. Nach Auflösung des Kurstaates diente das Schloß zweckentfremdet als Kaserne, Lazarett und Magazin.

1804 bestimmte ein Dekret Napoleons das Kurfürstliche Schloß zum Transitlager. Später wurde hier auch der berüchtigte Räuberhauptmann, der sogenannte Schinderhannes, mit seiner Bande zum Tode verurteilt.

1827 ging das Kurfürstliche Schloß in den Besitz der Stadt Mainz über und wurde aus Mitteln des Reiches, des Landes Hessen und der Stadt Mainz restauriert.

1945 wurde bei einem Bombenangriff die gesamte Inneneinrichtung mit den wertvollen Deckengemälden und Stuckdecken total zerstört. Nur die Außenmauern blieben erhalten.

1949 erfolgte der Wiederaufbau des Kurfürstlichen Schlosses als Veranstaltungsstätte durch die Stadt Mainz. Die Außenmauern des Gebäudes konnten gerettet werden, im Inneren verlor es jedoch an baulicher und glanzvoller Substanz.

Am 31.12.1949 fand die erste Veranstaltung im "neuen" Kurfürstlichen Schloss statt: Ein Silvesterball des Mainzer Carneval Verein e.V. (MCV).

Seitdem dient das Kurfürstliche Schloss als Veranstaltungsstätte, in der gefeiert, getagt und geheiratet werden kann. Ebenfalls ist die Location bekannt für die seit Jahren ausgestrahlte Fernseh-Fastnachtssitzung "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht".